Mittwoch, 13. August 2014

Wir sind drin, ....

....  gut, was sich jetzt ähnlich wie die AOL-Reklame aus den 90ern von Boris Becker anhört bezieht hier jetzt auf die Wildeshauser Zeitung.

Redakteurin Tanja Schneider hat sich unvorsichtigerweise darauf eingelassen elektrisch zu fahren.


Zuerst wollte sie mich in Aschenstedt besuchen kommen. Aber wäre das vergleichbar  mit dem eigenen Erlebnis selbst zu fahren?

Und irgendwie sollte sie auch nach Aschenstedt kommen, um zu sehen, wie der Ladepunkt funktioniert und was die Entwicklung unserer Tanksäulen-Umbauten so macht. Also auf zur Redaktion mit der Ansage, jetzt mal auf die Fahrerseite einzusteigen.

Wer kann dazu schon nein sagen? Und so ging es erst mal zur Ladesäule nach Wildeshausen Nord.

Schön, das dort die Meldung "Säule außer Betrieb" die Probleme der E-Mobilisten sofort in Worte wiedergeben konnte, die einem hin und wieder treffen können. Glücklicherweise, und auch das ist für uns E-Fahrer normal, hat man normalerweise immer einen Plan B dabei. Hier in Form der Ladesäule in Wildeshausen Süd. Also rüber über die Autobahn und zur Säule gefahren. Und als wenn es geplant gewesen wäre,
da gleich das zweite typische E-Fahrer-Problem. Ein Verbrenner parkt die Säule zu. Glücklicherweise saß der Fahrer im Fahrzeug und hat nach meinem wilden gestikulieren und fluchen das Weite gesucht. Naja, nicht ganz..... Es wurde zur Seite gefahren und wie üblich erst mal wieder nach der Reichweite gefragt. Ein Fingerzeig auf das österreichische "Pickerl" erübrigt meist weitere Diskussionen.

Und ganz nebenbei habe ich dann gesehen, das sich doch tatsächlich jemand die Mühe gemacht hat, weitere Aufkleber und Graffiti von der Ladesäule zu entfernen. Well done!

Frauen scheinen sich übrigens nicht für die Beschleunigung von Fahrzeugen zu interessieren. Ist ja auch besser für die Batterie. Aber mein Hinweis, jetzt mal richtig das Pedal durchzutreten, war ihr wohl nicht so geheuer. Als wir vom Rastplatz nach Aschenstedt gefahren sind, saß ich allerdings am Steuer. Auf der Bundesstraße konnte man dann noch mal bis auf 100km/h beschleunigen. Sie machte in dem Moment nicht den Eindruck, als wenn ihr das zugesagt hätte. 

Dann ging es zur Heimatbasis nach Aschenstedt. Carsten hatte seinen Twizy dort geladen und wir haben kurz erklärt, was das mit den Umbauten der Ladesäulen auf sich hat.

Und dann ging es auch wieder zurück in die Redaktion. Im Twizy wollte sie jetzt allerdings nicht selber fahren.


Umso mehr war ich dann über den Artikel erfreut und auch das Bild von Carsten und mir gefällt mir richtig gut.


Artikel online: Wildeshauser Zeitung

Donnerstag, 31. Juli 2014

Merkel hat es geschafft.... Über eine Million Elektrofahrzeuge!

Eine Million Elektroautos bis 2020: Bundeskanzlerin Angela Merkel hält an diesem ambitionierten Ziel fest. "Das ist machbar", sagte Merkel auf der Konferenz "Elektromobilität bewegt weltweit", die auf Einladung der Bundesregierung am 27. Mai 2013 statt fand. Die Bundesregierung setzt weiter auf Anreize wie die Befreiung von der Kfz-Steuer oder die Verbesserungen bei der Dienstwagenbesteuerung. Zudem stehen für die Initiative Nationale Schaufenster der Elektromobilität Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro zur Verfügung.

Mittlerweile ist es ihr tatsächlich gelungen. Geholfen hat dabei der neue i8 von BMW. Auch dieses Hybridfahrzeug zählt als Elektrofahrzeug.
Jetzt haben aber nicht etwa über 1 Million Autofahrer sich dieses neue Fahrzeug zugelegt.

Eine logische Schlußfolgerung führte dazu, das über 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sind.

Der i8 hat einen Elektromotor eingebaut. Durch seine eingeschränkte Kapazität ist er aber nur dazu geeignet, den Wagen an den innerstädtischen Ampeln schnell in Bewegung zu bekommen. Eine andere Funktion hat dieser Motor nicht. Denn für ein echtes Fahrgefühl benötigt man natürlich einen Verbrennermotor. Das hat BMW auch hier wieder bewiesen. Trotzdem zählt man den i8 zu den (Hybrid)-Elektrofahrzeugen.

Wenn das aber der Fall ist, dann ist JEDES Fahrzeug, das einen elektrischen Anlasser hat, automatisch auch ein Hybrid-Elektrofahrzeug. Denn auch hier wird elektrische Energie eingesetzt, damit das Fahrzeug in Gang kommt. Genauso wie beim i8.

Und damit sind jetzt schon die 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen Realität.

Und da soll noch jemand sagen, die Technik wäre nicht ausgereift, und man hätte keine Reichweite.

Dienstag, 29. Juli 2014

Warum ich nichts von RFID Karten halte

RFID Karten sind anscheinend (fast) die einzige Möglichkeit um sich an Ladesäulen zu identifizieren um damit eine Abrechnung zu ermöglichen.
Wer ist eigentlich auf diese bescheuerte Idee gekommen?

Jetzt muß man sich, um quer durch die Republik zu kommen, ein Quartett mit 'zig Karten zulegen. Wenn man jetzt noch davon ausgeht, das der Großteil der Ladehalte sowieso in irgendeiner Form im Netz der Netze hängt wird es umso unverständlicher, warum man als Identifikation nicht einfach ein Mobilfunktelefon nutzt.

Die Rufnummern werden einmalig vergeben. Sie können bei jedem Anruf mit übertragen werden. Was spricht also dagegen?

Einrichtung? Sicher nicht. Dazu genügt im einfachsten Fall ein Raspberry Pi mit Asterisk als Telefoniesoftware. Daran koppelt man für die Abrechnung eine mySQL Datenbank. Da der Anschlußpunkt auch über einen Netzzugang verfügt benötigt man auch nur einen Zugang per Anbieter.

An dieser Stelle weise ich darauf hin, das es sich keineswegs um eine sogenannte Äpp (also Applikation = Programm) handelt. Denn bei der müßte man sich auf andere Weise identifizieren. Ob das den Sicherheitsbedürfnissen gerecht wird weiß ich nicht. Außerdem müßte das je nach genutztem Telefon/Smartphone entsprechend angepasst werden.

Die von mir genannte Identifikation läuft einzig und alleine über die eigene Rufnummer. Vorteil: sie funktioniert mit JEDEM Mobilfunktelefon. Vorausgesetzt, man hat Mobilfunkempfang im GSM Netz. Man benötigt also auch kein UMTS (G3) oder LTE (G4). GSM ist der unterste gemeinsame Nenner aller Mobilfunktelefone.

Und im Gegensatz zur RFID Karte kann das Telefon zurück gerufen werden. D.h.  wenn während des Ladevorgangs die genutzte Strommenge auf z.B. unter 50 Watt geht, wird die Ladung unterbrochen und der Ladende wird vom Ladepunkt angerufen um ihm mitzuteilen, das die Ladung beendet wurde.

Und sollte mal jemand an einem Ladepunkt hängen, dann kann der folgende Interessent über den Ladepunkt mit dem Ladenden anonym verbunden werden.

All das kann eine RFID Karte nicht. Außerdem spart man sich den Einbau der RFID-Leseeinrichtung.

Für einen Ladepunkt mag das unsinning sein, bei mehr als 3 kann es sich kostengünstiger auswirken. Vielleicht sollten sich die BWLer mal was von 'nem Techniker sagen lassen.

Übrigens, mittlerweile hat die Hotelkette Hilton auch erkannt, das man mit dem Telefon seine Zimmertür öffnen kann.

Samstag, 19. Juli 2014

35° .... und es wird noch heißer ...

... zumindest in der Sonne.

Wir wurden von der swb .... (Achtung, die heißen schon lange nicht mehr Stadtwerke Bremen! Was es aber heißt, weiß man anscheinend auch nicht) ... eingeladen. Und zwar zum Öko-Mobil Aktionstag nach Bremerhaven auf den Theodor-Heuss-Platz.

Schon morgens knallte die Sonne vom Himmel. Bereits am Vortag wurde alles zusammengepackt, was heute benötigt wurde.
- Die Ladesäule
- Der Twizy
- Ladeboxen
- Kabel
gefahren wurde mit dem Zoe und dem Kangoo.

Und dann ging es über die Autobahn 27 Richtung Norden. Auch wenn Bremerhaven näher an der Küste liegt, so war es keinesfalls kühler als im Binnenland. Auf dem Ausstellungsgelände waren viele Autohäuser mit Ihren 'Öko-Fahrzeugen' anwesend. Unter anderem VW, BMW, Smart, Mercedes-Lieferwagen, Nissan, Segway. Und ein Energiespeicher-Vertrieb aus Osnabrück hatte seinen Tesla dabei. Zentral war dann auch noch ein Fahrradhändler mit seinen Pedelecs anwesend.

Damit es den Gästen und Ausstellern nicht zu heiß wurde konnte man an einem Wasser-Stand (nicht Wasserstand!) kostenlos Wasser bekommen. Mit Blubb oder ohne. Und für die Geschmacksrichtungen gabs Brausepulver in Himbeere, Waldmeister, Zitrone und noch eine Sorte, die ich jetzt vergessen habe. Allerdings habe ich eine andere Sache nicht vergessen und die ist für eine Veranstaltung, die den Vornamen 'Öko' trägt nicht besonders zuträglich. Die Pappbecher. Gut, immer noch besser als Plastik. Aber die Servicekräfte, die sich freundlich darum bemühten den durstigen Standbesuchern Wasser zu reichen, durften die Becher nicht erneut benutzen! Auf meine Nachfrage, das es doch gar kein Problem sei, das von oben einfach das Wasser reinplätschern müßte, ohne das man irgendetwas berührt. wurde mir mitgeteilt, das es dabei auch schief gehen könnte, und dann hätte man das Malheur und die Bakterien die von mir ausgingen würden dann das Thekeninventar verseuchen. Gut, so krass hatte sie es nicht ausgedrückt, aber inhaltlich war es in etwa das, was sie sagte.
Anscheinend war ich aber nicht der Einzige der verwundert darüber war, das für ca. 0,2 Liter jedesmal ein neuer Becher genutzt werden sollte. Am Ende der Veranstaltung hatte ich dann erfahren, das auf dem äußeren Boden des Bechers eine Nummer stehen soll, mit der man einen Preis gewinnen konnte. Dumm gelaufen, jetzt habe ich wahrscheinlich ein Jahresabo swb-Wasser vergeigt.
Man muß aber trotzdem sagen, das sich die swb redlich bemühte. Selbst die Eventmanagerin war auf dem Platz unterwegs um Sonnencreme zu verteilen.

Anscheinend waren wir die einzigen "Aussteller", die rein privat da waren. Für den Smart-Stand neben uns war das übrigens ein Segen. So wollte der Standverantwortliche seinen Smart ED mit 22kW Lader doch tatsächlich an CEE-Rot aufladen, und wunderte sich, das sein Typ2 Kabel nicht an die CEE Kupplung passt. Aber die Hilfe war nah, schließlich haben wir unsere Ladeboxen immer dabei, und schon konnte dem Smart ruckzuck neues Leben eingehaucht werden. Die swb hatte jede Menge Stromanschlüsse zur Verfügung gestellt. Aber eben nur CEE oder Schuko.


Ein Renault Autohaus war nicht auf dem Gelände. Die größte Fahrzeugvielfalt stellte dann auch die swb mit ihrem Fuhrpark aus. Dann hatte der Fahrradhändler jede Menge Modelle gezeigt. Danach folgte dann Schmidt+Koch mit seinen VW-Fahrzeugen. Und schon folgten wir mit drei Fahrzeugen. BMW und Nissan hatten zwei Fahrzeuge gezeigt und Smart halt den Smart....

Wir haben außerdem wie bisher üblich bei solchen Veranstaltungen unsere Ladesäule mitgebracht. Der Publikumsverkehr dort in Bremerhaven war aber eher überschaubar. Ein paar wenige Besucher waren dann auch verblüfft über die geringen Preise (26,9 Cent) an der Säule, haben dann aber festgestellt, das das angeschlossene Fahrzeug kWh statt Liter bekommt. Und dann kam die berechtigte Frage, wie weit man denn mit 10 kWh käme.

 Die allerwenigsten Besucher (ich vermute die Menge geht stark gegen Null) haben aber ein neues Highlight direkt vor ihrer Nase verpasst:

Den ultimativen Range-Extender für den Renault-Kangoo




Der Twizy passt tatsächlich exakt auf den Hänger. Würde der Stromverbrauch für den Verbrauch des Kangoo dadurch nicht so enorm nach oben gehen, wäre so etwas doch eine Option. Aber so hat halt alles seine Sonnen- und Schattenseiten.

Schattenseiten wären eine prima Sache gewesen. Die kam leider nur vom Moderator der quer über das Gelände schoss um die verschiedenen Fahrzeuge zu präsentieren. Die Schattenseite brachte uns aber nicht so sehr die ersehnte Abkühlung, sondern sorgte ganz im Gegenteil für ein weiteres ansteigen der Temperatur.
Hätte sich der gute Mann doch nur vorher etwas über E-Mobilität kundig gemacht.

So war es für ihn ein überaus wichtiges Argument das der i8 angeblich ein paar Zehntelsekunden schneller als der Tesla von 0 auf 100 kommt. Aber das im Preis des Tesla der "Kraftstoff" schon enthalten ist und der i8 bei den entsprechenden  Geschwindigkeiten auch nicht auf seinem Durchschnittsverbrauch von unter 3 Litern bleibt, wurde dann geflissentlich unter dem Tisch fallen gelassen. Und so sieht es halt aus, wenn ein Teppichhändler Autos verkaufen will. Übrigens war mit dem i8 das Argument vom Tisch, das der Tesla zu teuer wäre.

Als wir dann langsam die Segel strichen und unsere Zelte abbauten (bildlich gesprochen) kam der Moderator dann auch noch zu uns....  Und er würde doch gerne noch von uns berichten. Wir haben dann aber freundlich aber bestimmt abgelehnt.
 
So war es eigentlich gut, das die Meisten das schöne Wetter genutzt haben, um zu Hause zu grillen, oder an den Weserstrand gegangen sind. Schade für die swb, denn die Lage war super, das Wetter war gut und bemüht haben sie sich wirklich, auch mit einem ansprechenden Rahmenprogramm.

Freitag, 20. Juni 2014

Ja, ich habe es gemacht....

....

ok, keine Schönheitsoperation. Aber trotzdem muß ich es zugeben. Mein Zoe habe ich jetzt beklebt (bzw. bekleben lassen). Und das nicht etwa wie beim legendären R4 um damit Rostlöcher abzudecken, sondern, damit sich das Fahrzeug vom KFZ-Einerlei abhebt.

Irgendwo kommt bei einem dann doch der Exhibitionist (der Zeigefreudige) durch.

Bisher war es so, das ich mit meinem Fahrzeug nur bei Zoe- und EV(Electric Vehicle)-Treffen aufgefallen bin, weil die meisten Fahrzeuge helle Farben (meist weiß) hatten und sehr selten schwarz waren. Im allgemeinen Fahrzeuggetümmel fiel der Zoe aber nie auf. Ganz im Gegensatz zu einem Twizy oder auch mir persönlich, der ich meistens in Neongelb auftauche (ja, ich war das....).

Also mußte etwas passieren. Seit Anfang an hätte ich mir das gesamte Fahrzeug gerne in Neongelb gewünscht. So, wie es Mercedes mit seinem elektrischen AMG Modell gemacht hat. Das hat mir zugesagt. Hat ja irgendwie etwas elektrisches. Was also tun?

Nachdem ich den Wagen seit September letzten Jahres fahre, habe ich mich im grossen und ganzen an die Farbe gewöhnt. Also würde ich gerne etwas unauffällig auffälliges haben. Im Going Electric Forum hat der Nutzer Lingley  seinen weißen Zoe vorgestellt mit einem blauen grossen Z und dem oe auf der Fahrerseite. Der Z sieht außerdem ähnlich wie ein Eletrizitätspfeil aus. Das gefiel mir. Verantwortlich für das Design ist der Nutzer STEN, der ganz nebenbei noch jede Menge andere Vorschläge im Forum angeboten hat. Einer besser als der Andere. Und teilweise sehr auffällig. Von STEN und Lingley bekam ich die Genehmigung, das Design zu nutzen.

Das in Neongelb auf Schwarz....  müsste doch gut kommen. Dazu eine Aufschrift die darauf hinweist, das man elektrisch fährt: 100% elektrisch ....

Nein, das wars dann  vom Schriftzug her doch nicht. Warum also nicht "Zukunft fährt elektrisch"? Das hatte ich bisher auf den Magnetschildern auch drauf.

Mit diesen Ideen zum Folierer (www.carfolio.de) nach Oldenburg. Und dann die Enttäuschung: Neongelb geht nicht, das ist nur für bestimmte Einsatzfahrzeuge zugelassen und könnte spätestens bei der 2-jährlichen staatlichen Zulassungsprüfung (landläufig TÜV genannt, obwohl es seit Jahren auch Alternativen gibt) zu Problemen führen. Was tun? Normales Gelb....  also so ein Ginstergelb von der Post? Nein, das ist es sicher nicht. Und schon fällt mir dieses helle leicht metallic blau auf.

Es passt ideal zum Blau der Renault ZE Reihe. Also das sollte es sein. Termin: in 2 Wochen wurde mir gesagt. Der Wagen kommt morgens her und kann dann am späten Nachmittag abgeholt werden.


Es bleibt nur noch die Frage nach dem Schriftzug. Schräg verlaufend unter das Z. Oder lieber am unteren Rand. Dort dann nur über die Tür, oder über gesamte Breite.

Wie man mittlerweile sehen kann, habe ich mich für die gesamte Breite entschieden.