Samstag, 9. April 2016
Samstag, 26. März 2016
Kalifornische Ganzjahresreifen
Am 26. März (Ostersamstag) soll es von Österreich Richtung Merching (in der Nähe von Augsburg) zum nächsten Workshop gehen. Das Wetter am Karfreitag ist diesig. Und der Wagen gepackt. Im Keller ist alles, was benötigt wird. Sogar den Kegelbohrer habe ich wieder gefunden und auch die Heißluftpistole mit der man recht gut grosse Teile verlöten kann. Die Platinen für die Steuereinheit und die Displays hatte ich kurz vor der Abfahrt von zu Haus noch fertig bekommen. Dann ist ja alles bestens vorbereitet. Um 9 Uhr soll es in Merching losgehen. D.h. wenn wir gegen 6 Uhr los fahren, sollte es locker zu schaffen sein, die Strecke von knapp 229 km zu bewältigen.
Aber es sollte anders kommen. Bereits am Karfreitagabend hatte ich so eine Ahnung. Der Wetterbericht sagte etwas davon, das Karfreitag das Wetter wohl nicht so prickelnd sein sollte. Aber am Samstag würde es wohl besser werden. Es war sogar von Sonne und zweistelligen Temperaturen die Rede. Abends noch einmal nachgeschaut, ob die Ladung alles macht und dann die Überraschung: es schneit. Naja, kein Problem, bis zum Morgen wird es wohl nicht schneien, und ich habe Ganzjahresreifen drauf. Außerdem ist auf dem Weg nur leichter Schnee. Sollte also kein Problem sein.
Ursprünglich wollte ich dann gegen 5:00 Uhr aufstehen, um dann spätestens um sechs Uhr los zu können. Um zwanzig vor fünf nach draussen. Was ist das denn? Schnee ohne Ende. Alles weiß. Also Klimatisierung eingeschaltet und Schnee vom Fahrzeug gefegt. Um halb sechs dann der erste Versuch loszufahren. Nichts geht. Es scheint sich hier um kalifornische Ganzjahresreifen zu handeln. Ok, noch einen Fehler gemacht. Die Traktionskontrolle war noch eingeschaltet. Im Grunde genommen eine sinnvolle Einrichtung um den Wagen in der Spur zu halten. Hier gibt es jetzt Probleme. Mit der Traktionskontrolle lässt sich der Wagen auf dem Schnee gar nicht fahren. Es tut sich einfach nichts. Etwas Schnee weg räumen ist auch keine Lösung. Also Traktionskontrolle aus. Und siehe da, es funktioniert. Der Wagen lässt sich auf dem Schnee bewegen. Für das nächste Winterabenteuer werde ich dann aber erst einmal richtige Winterreifen besorgen. Wie war das doch gleich. Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern. Soviel Schnee bei dem Wetter hatte ich allerdings nicht erwartet. Aber wenn man in der Mitte zwischen dem Norden und Bayern wohnt.......
Nach langsamer Bewegung ins Tal ging es die A10 Richtung Salzburg um von da aus zum Workshop zu kommen. Im Tal wurde aus dem Schnee dann Regen. Und dann haut einen die Zeitplanung alles um die Ohren. Ab Grenze langer Stau. 20 Minuten Wartezeit ist einzuplanen wurde bereits vor dem Stau angekündigt. Im Stau dann die Meldung, das die Wartezeit 40 bis 50 Minuten dauert. Der Autopilot macht wenigestens das "Stop and Go" erträglich. An der Autobahnabfahrt Bad Reichenhall dann einspurige Verkehrsführung mit Kontrolle.
Das "Stop and Go" hat recht viel Energie gekostet. Also noch mal etwas Energie in Irschenberg nachladen. Im Gegensatz zu den langsam tankenden Oldtimermodellen, die erst mal warten mussten bis sie tanken konnten und dann noch einmal warten um zu bezahlen ging es hier erst mal an den SuperCharger und dann war nach dem Kakao to Go und dem Brötchen die Ladezeit auch schon zu Ende, um weiter fahren zu können.
In der Planung ist die Ankunft für Merching bei 10:02 ... am Ende wird das Ziel um 9:40 erreicht. Und das trotz der wesentlich längeren Route über die A99-Nord, statt durch München. Aber da dürfte am Samstagmorgen vor Ostern weit mehr Verkehr gewesen sein.
| jo911, LocutusB, ZoePit, Kaimaik, EV-Jens, Zooom, Bricolage, Villus, DiLeGreen, BED, Ragnarok, Barthi und Smartpanel |
Thomas (Zooom) baut professionell z.B. den Nissan NV200 zu Wohnmobilen um und hat in seine Werkstatt eingeladen, damit dort der Workshop statt finden kann. Die Teilnehmer kamen auch diesmal aus allen Himmelsrichtungen, im Gegensatz zu den Workshops, die sonst so statt finden gab es aber längst nicht so viele lange Anfahrten.
In Merching wurde schon fleissig gearbeitet. Thomas hatte ein grosses Frühstück aufgebaut mit jede Menge Brezen, Semmeln und Aufschnitt. Außerdem gab es Kaffee satt. Eine gute Grundlage um eine Box nach den eigenen Wünschen aufzubauen.
Die Teilnehmer kamen wie auch bereits bei den vorherigen Workshops aus allen möglichen Berufsbildern, z.B. Schlosser, Funktechniker, Student. Interessanterweise sind einige auch bei Firmen beschäftigt, die sich mit Elektromobilität beschäften, z.B. Bosch, Fraunhofer aber auch Daimler. Nur Frauen waren diesmal keine dabei.
Mittags wurde dann vom Pizzadienst für jeden Teilnehmer eine Pizza bestellt. Für jeden? Nein, nicht für jeden. Ich hatte leider den Fehler gemacht eine Pizza zu wenig zu notieren. Andererseits war der Pizzaservice auch etwas seltsam drauf, das auf den immerhin 11 Kisten keine Bezeichnung angebracht wurde. Zum Glück wurde jeder satt.
Die wurde dann auch gleich mit einem Typ1-Stecker versehen, mit dem dann der Kangoo geladen werden kann.
Neben dem 63A Kabel hat die Box auch eine 32A-CEE Dose.
Die erste fertige Box war die von LocutusB für seinen i3, den ich bei der Gelegenheit auch mal fahren konnte.
Gegen 20:00 Uhr war dann auch die letzte Box fertig und es ging zurück nach Österreich. Vom Schnee war nichts mehr zu sehen und so konnte man ohne Probleme die Strecke mit den kalifornischen Ganzjahresreifen fahren.
Gegen 20:00 Uhr war dann auch die letzte Box fertig und es ging zurück nach Österreich. Vom Schnee war nichts mehr zu sehen und so konnte man ohne Probleme die Strecke mit den kalifornischen Ganzjahresreifen fahren.
Samstag, 19. März 2016
Seemann
Auf geht's in den "echten" Norden. Als Bewohner der südelbischen Gefilde ist man den echten Norddeutschen natürlich erst einmal suspekt. Trotzdem wird man immer wieder gerne eingeladen. So auch diesmal am Samstag zur Eröffnung einer Crowdfunding Ladestation in Borgdorf-Seedorf in der Nähe von Neumünster. Auch wenn es sich so anhört, als wenn hier Außerirdische in ihrem Kollektiv leben, so ist das hier nicht der Fall. Zumindest sind mir hier keine Außerirdischen über den Weg gelaufen.
Worüber sollte man zuerst reden? Ganz klar, über's Wetter. Dunkel und kalt war es als ich los gefahren bin. Ich wollte es diesmal vermeiden über Hamburg zu fahren. Einfach, um auch mal eine Alternative geprüft zu haben. Ergebnis: es lohnt sich nicht. Weder auf der Strecke noch in der Zeit. Außerdem waren zwei Fährfahrten dabei, die es auch nicht umsonst gab. Insgesamt schlugen die mit 14,- Euro ins Kontor.
Hier jetzt die technischen Daten:
Start Ziel Fahrzeit Strecke Total
Aschenstedt: 04:55 Lemwerder: 05:30 35' 37,8km 37,8km 7,2kWh
Lemwerder: 05:40 Vegesack: 05:45 5'
Vegesack: 05:45 Wischhafen: 07:17 1:32' 113,3km 151,1km 32,2kWh
Wischhafen: 07:35 Glückstadt: 08:03 28'
Glückstadt: 08:05 Seedorf: 09:02 57' 65,2km 216,3km 46,6kWh
Unterwegs: 04:10 davon Fahrzeit: 3:04'
Für 216,3 km wurden außerdem über 50% der Akkukapazität benötigt. Erschwerend kam hier allerdings eine Brückensperrung zwischen Bremervörde und Hemmoor dazu. Ob das Ergebnis ohne die Brückensperrung so wesentlich besser gewesen wäre, bezweifle ich. Ein echtes positiveres Ergebnis hätte es wahrscheinlich bei sehr viel Verkehr auf der A1 und keine Brückensperrung gegeben. Zähfließender Verkehr auf der A1 hätte nicht genügt. Das sieht man dann nämlich bei der Rückfahrt:
Start Ziel Fahrzeit Strecke Total
Seedorf: 20:28 Aschenstedt: 23:20 2:42' 218,8km 38,0kWh
Hier sieht man, das ich bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von etwas über 80 km/h (exakt 81,04 km/h) trotzdem schneller am Ziel war. Und die Entfernung war praktisch identisch.
Ach so, es gab natürlich einen Grund zu den Borg zu fahren. Strom. Genauer: elektrischen Strom. Aber erst einmal ging es auf Tour. Erster Halt war die Fähre Lemwerder-Vegesack. 10 Minuten früher war ich da und konnte sofort auf das Schiff fahren. Fünf Minuten nach ablegen von Lemwerder waren wir (ich und der Tesla) um 4 Euro ärmer und in Bremen. Weiter ging es jetzt auf der Autobahn Richtung Ritterhude. Über die B74 dann Richtung Bremervörde. Das Navi hätte mich lieber über die Autobahn geschickt. Erst über die A1 und später auch über die A27 Richtung Bremerhaven. Da ist es ganz schön schwierig, wenn man eben anders fahren will. Erschwerend kommt hinzu das die Mehe-Brücke in Alfstedt voll gesperrt ist und es mehrere Umleitungsempfehlungen gibt. Erstens, das Navi - hätte ich mal nehmen sollen. Danach wäre ich Richtung Bremervörde gefahren und nicht Richtung Wischhafen. Nun gut, jetzt erst einmal Richtung Wischhafen gefahren um dann in der Gemeinde Ebersdorf das U2 Schild zu entdecken. Also der Strecke dort gefolgt. Kann das sein? Ich habe das Gefühl ich lande auf 'nem Acker. Habe ich ein weiteres U2 Schild übersehen? Vorher hatte ich aber noch eine Alternative gesehen: "Brücksperrung Alfstedt. Die Gemeinde Ebersdorf empfiehlt...." So etwas hatte ich noch nie gesehen. Hätte man sich nicht absprechen können? Egal, also der Strecke gefolgt. Prima, gleich ein zweites Schild. Ich bin also richtig. Aber was wird das, die Strecke wird immer schlechter. Tempo 50, Tempo 30 ... Straßenschäden. Also eine Berg- und Talbahn ist nichts dagegen. Und keine weiteren Schilder von der Gemeinde. Beide Navis sagen am Ende der Berg- und Talbahn: Hier rechts rum. Mache ich das jetzt und fahre ich blind weiter? Also noch ein Stück weiter fahren. Weiterhin keine Infos. Ich fahre zurück und folge den Navis, nur um wieder auf so eine schmale Tempo30 Strecke zu kommen. Mit viel Glück hätte ich die 7:00 Uhr Fähre wahrscheinlich noch geschafft, wenn ich von vornherein gleich dem Navi gefolgt wäre und nicht den Schildern von Land und Gemeinde gefolgt wäre. Shit happens.
Aber irgendwann ist halt auch mal Schluß. Und ich muß auch weiter Richtung Fähre. Die wartet nicht ständig auf mich, nur weil ich Neuland so toll finde. Weiter geht's....
Die Fähre aus Glückstadt legt gerade an, als ich am Anleger ankomme (deswegen heißt der Anleger Anleger). Jetzt dauert es noch ein bißchen, dann geht's auf die Fähre und langsam füllt sich das Schiff. Möwen soweit das Auge reicht. Das Wetter ist diesig und die Feuchtigkeit geht in die Knochen. Gut, daß das Auto Klimanlage hat. Während der gut halbstündigen Überfahrt kann man an Bord auch Würstchen bekommen. Ich will aber nicht. Jan-Hinnak hat mit Essen gedroht. Das Navi will uns zwischenzeitlich an die St. Pauli Landungsbrücken bringen. Na, ich hoffe nicht. Denn dafür wird eine Fahrzeit von über sechs Stunden eingeplant.
Kurz nach acht Uhr war das Schleswig-Holsteinische Ufer erreicht. Bereits während der Überfahrt werde ich im Forum begrüßt. Kein Wunder, man konnte den Status über Glympse im Internet verfolgen. Wenn diese Überwachungssoftware nicht so viel Strom fressen würde.... So, jetzt ging es weiter Richtung Itzehoe und dann Richtung Nortorf. Als ich um 9:02 angekommen bin, war ich der Erste und das Wetter war immer noch nicht besser.
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| Erst mal laden (Bild von Sascha) |
Für 9:30 hatte sich der NDR angekündigt. Bernd und Carsten waren dann die nächsten die in Seedorf bei Jan-Hinnak eingetroffen sind. Er hatte sich viel Mühe gegeben, den Veranstaltungsort auszuschildern In seinem Schuppen lagen noch so viele Schilder das er wahrscheinlich ab Hamburg die ganze Strecke hätte ausschildern können.
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| Seedorf und darunter der Hinweis auf die Veranstaltung (Bild von Siggy) |
Egal.
| Auf dem Golfplatz nebenan |
Es war immer noch kalt, Bernd wollte endlich anfangen die Box an die Wand zu dübeln.... Halt... noch mal alles zurück, das muß doch aufgezeichnet werden. Im Anbau, wo die Ladebox an die Wand soll, war es nicht nur kalt, dort zog es wie Hechtsuppe. Langsam füllte sich das Gelände. Klaus aus Essen mit seinem E-Golf war kurz nach Stephan aus Gelting da. Allerdings hat Klaus geschummelt. Er war zusammen mit Bernhard (auch E-Golf) von Sylt gekommen. Also praktisch aus der Nachbarschaft. Dafür hatte Klaus dann allerdings den längsten Rückweg. Bernhard hatte schöneres Wetter versprochen, es dann aber wohl doch in Sylt vergessen. Nach dem Hindenburgdamm soll das Wetter nicht mehr sonnig, wie auf Insel, gewesen sein.
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| Gespräch mit dem TV-Team (Bild von Siggy) |
Der Catering Service bei Jan-Hinnak war erstklassig. Neben einem geheizten Wintergarten gab es belegte Brötchen, Kaffee und Kaltgetränke. Wer wollte, hätte auch schwimmen gehen können am nebenan liegenden See. Es muß einen Grund geben, warum der Ort Seedorf heißt. Echtes Interesse gab es dafür verständlicherweise eher weniger. Bernd und Carsten kümmerten sich vorwiegend um das anschliessen der Box, während Jan-Hinnak und Stephan dem TV-Team die O-Töne zuspielten. Tobias kümmerte sich dann darum, das die vom Fernsehen noch Hintergrundinformationen bekamen.
Und wie das halt so bei denen vom Fernsehen ist, die bleiben stundenlang da, nehmen jede Menge auf und am Ende gibt's dann einen Beitrag von 2:30 ... Aber der Beitrag war wirklich gut. Erst einmal wurde er prominent an erster Stelle im Internet bei der Programmvorschau angekündigt und dann lief er gut platziert am Samstagabend. Was will man mehr?
Hier der Link zur Mediathek:
http://media.ndr.de/progressive/2016/0319/TV-20160319-2012-5800.hq.mp4
Komisch, es war gar kein Bürgermeister oder Landrat zugegen. Vielleicht war das auch besser so. Schließlich hat hier eben privat jemand für eine Verbesserung der Ladesituation gesorgt.
Im Laufe der Zeit war dann auch die Dorfstrasse (die hier die Hauptverbindung darstellt) ziemlich zugeparkt. Die einheimischen Treckerfahrer halten die Geschwindigkeitkeitsbegrenzung anscheinend auch nur für eine Empfehlung, jedenfalls war es auf der Straße manchmal sehr eng, wenn da so ein Güllegespann vorbei gebrettert kam.
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| Dorfstrasse (Bild von Sascha) |
Mittlerweile war die Mittagszeit erreicht und langsam wurde der Grill angeschmissen. Neben Kartoffel- und Nudelsalat gab es Fleisch und Würstchen bis zum abwinken. Die Ladestation war angebaut. Jetzt wurde noch geprüft, ob alles so funktioniert, wie es soll. Auch unter Vollast im Haus mit Backofen und Thermomix. Der Hauselektriker hatte dann wohl doch noch nicht alles so gesetzt, wie es sein sollte. Aber das sind Kleinigkeiten, die man eben noch anpasst. Wenn's im Hausanschlußkasten nicht so dunkel wäre.
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| jetzt wird geladen (Bild von Sascha) |
Im Wintergarten wurde sich dann natürlich auch unterhalten. Zum Beispiel auch über zukünftige Projekte.
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| In der Kiste (Bild von Sascha) |
Nachdem das Grillfleisch abgeräumt wurde, ging es weiter mit dem Schlemmen. Kuchen war angesagt.Und das nicht zu knapp.
Aus Seedorf hinaus geleitete uns dann Oliver mit seinem brandneuen Tesla (erst wenige Stunden alt) bis Neumünster. Als Eingeborener kennt er die Strecke Richtung Autobahn natürlich besser als ich aus der praktisch süddeutschen Provinz. Spätestens ab Bad Segeberg Richtung Osten ging es jetzt ratzfatz. Das war im Tesla dann in etwas mehr als einer dreiviertel Stunde geschafft. Dort angekommen erst mal untersuchen, was nicht mehr geht. CEE32 klappt. Aber Typ2 ist total tot. Zum Glück nur das Steuermodul. Das war dann in wenigen Minuten ausgetauscht.
Ein paar Kilowattstunden mußten dann noch in den Wagen um nach Zarpen zu kommen. Das lag praktischerweise auf dem Weg und die Ladestation sollte eine neue Halterung für den Typ2 Stecker bekommen. Die Dorfjugend begrüßte uns und staunte nicht schlecht über die Technik. Und mit Strom kennen sich die Zarpener aus, wie man an der noch installierten Weihnachtsbeleuchtung (wir haben es eine Woche vor Ostern) sehen konnte.
Dann hieß es Abschied nehmen von Zarpen und zurück nach Seedorf. Einige Kilowattstunden später saßen wir dann am Tisch und liessen uns vom Grillmeister fotografieren. Noch war es keine 19:30. Aber was war das? Das NDR-Fernsehen wird hier auf einem 55-Zoll Fernseher nicht in HD angeboten. Das mußte erst einmal geändert werden. Und jetzt befindet sich das Programm statt auf Programmplatz 617 auf Platz 3.
Pünktlich um 19:30 versammelten sich dann alle Sehmänner (und eine Sehfrau) vor dem lichtemittierenden bewegten Bild und sahen uns an, was die FernSeeLeute aus dem aufgezeichneten Material gemacht haben.
Pünktlich um 19:30 versammelten sich dann alle Sehmänner (und eine Sehfrau) vor dem lichtemittierenden bewegten Bild und sahen uns an, was die FernSeeLeute aus dem aufgezeichneten Material gemacht haben.
Gegen 20:30 habe ich mich dann auf dem Weg Richtung Heimat gemacht. Diesmal über die Autobahn und unter der Elbe hindurch statt drüber weg.
Nachtrag:
Jan-Hinnak hat dann am Ende noch einmal alles nachgerechnet:
Insgesamt haben 17 Fahrzeuge den Weg nach Seedorf gefunden. Die haben dann in Summe etwas mehr als 130 kWh gezogen. Der NDR hat seine Kameras mit Akku betrieben und die sind mit 'nem Verbrenner gekommen, da muß sich was ändern. Zumindest beim Fahrzeug.
9,1 kg Grillgut wurden verspeist.
Am Folgetag hatte Jan-Hinnak dann prompt folgende Begegnung:
Heute Morgen auf der Fahrt zur Arbeit stehe ich in Kiel (am Exer) an einer roten Ampel. Da klopft ein älterer Herr, ich schätze ihn auf knappe 70, an die Scheibe der Beifahrertür. Als ich die Scheibe runtermache fragt er mich, ob ich nicht der aus dem Fernsehen wäre? Er hätte sich an das Kennzeichen erinnert. Wir würden es richtig machen meinte er noch und als die Ampel auf grün schaltete rief er mir noch nach, dass wir uns auf die Politik nicht verlassen sollten...
Scheiße, was haben wir nur gemacht...
Samstag, 20. Februar 2016
OpenEVSE DE in 88mm Hutschienengehäuse
Bei den Workshops gibt es regelmäßig die Frage, wie man die Steuerplatine am Besten unterbringt.
Normalerweise kann man die Steuerplatine irgendwo in der Box unterbringen. Das Problem bleibt dann das Display. Um die Wasserdichtigkeit der Box zu gewährleisten wird sie üblicherweise unter das Sichtfenster eingebaut. Zum Beispiel in die mit der Box mitgelieferten Abdeckung. Das Ergebnis sieht allerdings selten richtig gut aus. Es hat zwar den Vorteil, das man den Platz unter dem Display dann z.B. für Verteiler nutzen kann, richtig gut ist das aber nicht.
Eine Alternative möchte ich hier vorstellen. Display und Steuerplatine in ein 88mm Hutschienengehäuse. Mit etwas Fräsarbeit kann man daneben dann auch noch einen Zähler unterbringen.
Wir beginnen mit dem Einbau des Displays in den Deckel des Hutschienengehäuses.
Zunächst benötigen wir einige Teile:
Das Display, eine LCD-Abdeckung (z.B. von Reichelt: LCD2), einen Meßschieber, ein Cuttermesser und einen Stift der auf Kunststoff schreiben kann (z.B. ein CD-Stift), Kunststoffkleber, doppelseitiges Klebeband (z.B. von 3M).
Als erstes wird auf dem Deckel des Hutschienengehäuses von hinten die Größe des Displays markiert. Einfach am Rahmen an den Ecken mit dem Stift Markierungen anbringen. Die Platine muß so ausgerichtet werden, das sie zusammen mit dem Deckel später in das Hutschienengehäuse passt. Die Platine ist etwa genauso lang wie der Deckel. Bitte beachten: das Display liegt nicht exakt mittig auf der Abdeckung. Auf dem Bild links kann man sehen, das die Platine ein ganz klein wenig breiter als der Deckel ist (die Batterie steht ein klein wenig über).
Dann wird von der Rückseite der LCD-Abdeckung der benötigte Ausschnitt gemessen. Auf der Rückseite befinden sich Stege. Das Außenmaß dieser Stege wird als Ausschnitt benötigt. Links und rechts befinden sich zwei runde Kunststoffnippel, die mit dem Cuttermesser entfernt werden können. Echte Experten lassen die Nippel stehen und setzen passende Bohrungen.
Die Maße werden nun mit dem Stift auf die Rückseite mittig zwischen die Rahmenmarkierungen übertragen. Danach werden auf diesen inneren Markierungen Schnitte mit dem Cuttermesser ausgeführt. Dort hinein wird dann von der Vorderseite der Displayrahmen eingeklebt.
Unbedingt darauf achten, das die Schutzfolien bis zum Schluß auf dem Rahmen bleiben. Klebereste sind sehr schwierig zu entfernen. Anschließend wird sas Display von hinten gegen den Deckel geklebt. Dort vorher die Schutzfolie vom LCD-Rahmen und vom Display entfernen. Das doppelseitige Klebeband auf Länge schneiden und längs halbieren und dann auf den Metallrahmen vom Display anbringen und kräftig andrücken. Dann die Schutzfolie vom Klebeband entfernen und das Display passgenau unter den LCD-Rahmen platzieren. Achtung, ein verschieben ist nach dem andrücken unmöglich. Durch kräftiges andrücken ist das Display dann fixiert.
Hier kann man sehr gut sehen, das die Displayplatine nicht exakt mittig liegt (es ist liegt leicht nach rechts verschoben). Das ist so auch korrekt, ansonsten würde die Platine nicht ins Gehäuse passen. Also unbedingt bei der Rahmenmarkierung darauf achten das der Deckel zusammen mit der Platine ins Gehäuse passen muß.
In der Seitenansicht ist das doppelseitige Klebeband zwischen dem Metallrahmen des Displays und dem Deckel des Hutschienengehäuses zu sehen.
Die Batterie steht etwas über, passt aber durch die Dicke der Displayplatine gut ins Hutschienengehäuse.
Damit ist der erste Teil erledigt. Es folgt der Einbau der Steuerplatine in die Bodenplatte des Hutschienengehäuses.
Zur Befestigung wird das gleiche doppelseitige Klebeband benötigt, das bereits für das Display eingesetzt wurde. Man kann auch versuchen mit kleinen Schrauben die Platine einzubauen. Mit einkleben geht es schneller. Unbedingt darauf achten, das man im Bereich des Atmels (der große Chip auf der Platine) nicht von unten mit dem Klebeband in Kontakt kommt. Es könnte sein, das sich das Frequenzverhalten des Quarzes dadurch verändert.
Beim einkleben auf die Richtung achten, wie die Bodenplatte an der Hutschiene befestigt wird damit man nachher die Schraubanschlüsse an der richtigen Seite hat. Gleiches gilt übrigens auch für das Oberteil wenn das nur in eine Richtung auf der Bodenplatte befestigen kann. Der Deckel mit dem Display läßt sich in der Regel noch um 180° drehen.
Steuerplatine und Display müssen nun elektrisch verbunden werden. Der
I2C-Bus arbeitet mit 4 Kontakten. Man kann es mit Steckern und Kabeln
verbinden oder direkt verlöten. Hier werden die Kontakte verlötet. Dadurch ist gewährleistet, das der Kontakt auch bei Erschütterungen erhalten bleibt. Übrigens, sollte aus irgendeinem Grund das Display nichts anzeigen, dann muß zuerst die Verbindung zur Steuerplatine vorhanden sein, bevor man die Stromversorgung wieder aktiviert. Wenn die Steuerplatine zuerst Strom hat und dann erst das Display angeschlossen wird, wird nichts angezeigt.
Wenn die beiden Platinen miteinander verbunden sind fehlt nur noch die Steuertaste. Das ist dann Teil drei dieser Anleitung. Neben der Taste benötigt man eine dreipolige Leitung, eine Crimpzange, Kontakte und Stecker.
Dies ist ein beleuchteter Taster der mit Spannungen ab 6 Volt funktionieren soll. Aber auch mit 5 Volt, wie von der Displayplatine, funktioniert er. Dadurch, das er beleuchtet ist, kann man sehen, das die Platinen mikt Strom versorgt werden, wenn z.B. das Display dunkel bleiben sollte. Der Taster hat mehrere Anschlüsse:
+ = Stromversorgung der eingebauten LED
- = Masse/GND der eingebauten LED
C = Gemeinsamer Anschluß des Tasters
NO = "normaly Open" - Kontakt für Set
NC = "normaly Close" - nicht genutzt
- und C werden miteinander verbunden und an den GND am Display geführt (hier blau). + geht an 5v am Display (hier rot) und NO geht an S am Display (hier gelb).
Am anderen Ende werden die Kabelenden ein Stück abisoliert und dann gecrimpt.
Die Reihenfolge am Stecker sind nicht identisch zur Reihenfolge am Taster. Also darauf achten, das der richtige Draht nachher auf der Displayplatine landet. Auf der Platine befindet sich der +5V Anschluß in der Mitte. Am Taster ist es der S (Set - NO) Anschluß.


Die Kontakte müssen dann nur noch passend im Stecker untergebracht werden. Im Workshop bringen wir dazu die passenden Teile mit. Also sowohl die Crimpzange wie auch die Kontakte und das Steckerteil.
In das fertige Gehäuse kann dann noch ein FTDI Kabel untergebracht werden mit dem man dann Kontakt mit einem Raspi aufnehmen kann. Der ist dann in der Lage die Statusmeldungen aus der Steuerplatine auszuwerten oder auch umgekehrt die Steuerplatine mit Befehlen zu steuern. Zum Beispiel mit der gewünschten Stromstärke. Wenn dann noch ein Zähler eingebaut wird, der D0-fähig ist, kann man noch jede Menge andere Daten auslesen und diese dann z.B. per WLAN ausgeben. Zusammen mit einem Zähler könnte es aber sein, das es in der Box knapp mit dem Platz wird. Da kann es evtl. nötig sein, den Ausschnitt für Zähler und Steuerplatine zu vergößern. Meist sind es aber nur 1 bis 2 mm, die fehlen.
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