Dienstag, 22. August 2017

Tesla Fahrtenbuch DIY


Ein Fahrtenbuch zum selber machen? Ja, für den Tesla ist das "relativ" einfach.
Angefangen hatte alles damit, das Johannes mir gezeigt hat, das es eine "Äpp" gibt, mit der man einige Funktionen vom Tesla aufrufen kann, die nicht bei der Original-Tesla-App vorhanden sind.

Interessant. 

Dabei ist mir aufgefallen, das es in beiden Fällen (also Tesla-App und Dritt-App) mehr oder weniger notwenig ist, die Zugangsdaten für myTesla weiter zu geben. Da es damit auch möglich ist, den Wagen zu öffnen und zu starten, war das etwas, was mir gar nicht zusagte. 

Denn wer garantiert, das die Zugangsdaten die in der Fremdapp eingeben werden müssen, nicht mißbraucht werden. Schließlich ist darüber sichtbar wo erstens das Fahrzeug ist und zweitens kann ich eben den Wagen öffnen.

Also keine Lösung für mich. Ich wollte eine Website generieren, auf der die Person, die gerade mit dem Wagen unterwegs ist, sehen kann, wie das Fahrzeug gerade geladen wird. Das war meine erste Idee. Denn die Website kann man sich auf sein Smartphone holen und bekommt dann alle relevanten Daten. Stromstärke, voraussichtliche Ladezeit und Ladestand.

Nur woher kommen die Daten? Da eine Dritt-App Zugriff auf Tesla-Daten hat, muß es doch eine Schnittstelle geben? Ja, die gibt es.

Und so sieht ein Teil der abgefragten Daten aus dem Netz aus:

{u'user_charge_enable_request': None,
 u'time_to_full_charge': 0.0,
 u'charge_current_request': 16,
 u'charge_enable_request': True,
 u'charge_to_max_range': False,
 u'charger_phases': None,
 u'battery_heater_on': False,
 u'managed_charging_start_time': None,
 u'battery_range': 233.36,
 u'charger_power': 0,
 u'charge_limit_soc': 81,
 u'charger_pilot_current': 32,
 u'charge_port_latch': u'Engaged',
 u'charger_actual_current': 0,
 u'scheduled_charging_pending': False,
 u'fast_charger_type': u'<invalid>',
 u'usable_battery_level': 79,
 u'motorized_charge_port': False,
 u'charge_limit_soc_std': 90,
 u'not_enough_power_to_heat': False,
 u'battery_level': 79,
 u'charge_energy_added': 3.78,
 u'charge_port_door_open': True,
 u'max_range_charge_counter': 0,
 u'timestamp': 1503421956501L,
 u'charge_limit_soc_max': 100,
 u'ideal_battery_range': 186.69,
 u'managed_charging_active': False,
 u'charging_state': u'Complete',
 u'fast_charger_present': False,
 u'trip_charging': False,
 u'managed_charging_user_canceled': False,
 u'scheduled_charging_start_time': None,
 u'est_battery_range': 191.61,
 u'charge_rate': 0.0,
 u'charger_voltage': 0,
 u'charge_current_request_max': 32,
 u'eu_vehicle': True,
 u'charge_miles_added_ideal': 12.0,
 u'charge_limit_soc_min': 50,
 u'charge_miles_added_rated': 14.5}

Ist natürlich nicht so toll.
Aber immerhin. Alle 2 Minuten rufe ich die Daten über die Tesla-API ab. Das besorgt ein Raspi3 für mich. Vollautomatisch.

Problem dabei: wenn der Tesla keine Funkverbindung hat, kommen keine aktuellen Daten. Die werden auch nicht nachgeliefert, wenn später die Verbindung neu zustande kommt.

Um die Daten zu bekommen muß ich hier also meine Zugangsdaten zu myTesla nutzen. Es lassen sich darüber auch mehrere Fahrzeuge verwalten. Das mache ich hier, mangels Masse, nicht.

Ein bißchen Webaufbereitung darf da ruhig hinein. Das sieht dann z.B. so aus:


Di, 22.08.2017 19:20:12
km Stand: 90298
Fahrzeug steht
-

27777 Ganderkesee
An der Loge 56

Strom: Lesefehler: Kein Wert A
DC Leistung (410V): DC Leistung nicht kalkulierbar
Kapazität: 79% = ca. 67.15 kWh
Reichweite: ca. 308 km

Ladestatus: Complete
Rest-Ladezeit: 0:00 Std.
Leistung: 0kW
geladen: 3.68 kWh


Et viola, damit war ich dann schon einen Schritt weiter. Alleine mit den Daten muß ich also meine Zugangsdaten nicht weiter geben und verweise nur auf den Weblink. Hätte ich eine Autovermietung, könnte man diesen Link natürlich auch noch hinter einen Anmeldebildschirm legen, den man für jeden Mieter neu einrichtet.

Besonders schön ist die Anzeige der Ortsangabe statt der Koordinaten.

Und man kann mehr aus den Daten machen. Wie hier im Blog bereits beschrieben, habe ich für die Zoe eine RaspiCam, die regelmäßig Bilder ins Netz schickt. Zusammen mit den Daten, wo sich das Fahrzeug gerade befindet. Aufbereitet auf einer OpenStreetMap Karte, die sich automatisch aktualiert. Die Idee ist geklaut von Glympse, mit dem Unterschied, das hier die komplette Tour dargestellt wird und jede einzelne Tour abgelegt wird.

Also ist schon fast alles da, um das auch für den Tesla zu nutzen.

Das Ergebnis sieht man hier oben. Auf dieser Website befindet sich die aktuelle bzw. letzte Strecke die gefahren wurde und gleichzeitig die Ladedaten.

Da Fahrt und Ladung ausgewertet werden kann, war es da nur noch ein kleiner Schritt zum Fahrtenbuch:


Während die Karte immer rechts fixiert bleibt, kann man mit dem Scrollbalken ganz rechts die Einträge auf der linken Seite rauf und runter scrollen. Dabei haben die Farben folgende Bedeutung: Gelb/Türkis sind die Fahrdaten wobei der Farbwechsel einen Tageswechsel darstellt. Also gleiche Farbe=gleicher Tag. Rot sind die Ladevorgänge. Wenn man bei den Fahrdaten auf die Entfernungszeile klickt, bekommt man auf der Kartenseite die dazu passende zentrierte und skalierte Karte, in die man dann bei Bedarf auch noch zoomen kann. Der Marker zeigt die Mitte der gefahrenen Koordinaten an.


Die Einträge werden automatisch erstellt. Die Seitendarstellung muß momentan noch von Hand angestossen werden. Das wird sich zukünftig aber noch ändern. Genauso wie noch einige Erweiterungen geplant sind.
Ein direkter Einsatz für das Finanzamt (für die sog. 1% Regelung) ist wahrscheinlich nicht möglich. Es sei denn, man schreibt die Einträge ab.

Montag, 3. Juli 2017

Es werde Licht .... mal wieder

Der Kofferraum in der Zoe hat zwar etwas Licht, aber mehr geht immer. Wenn's fertig ist sieht es so aus:

 

 Als Beleuchtungskörper werden diesmal vier Tagfahrlichter eingesetzt die direkt mit zwölf Volt angesteuert werden können. Der Strom kommt aus der bisherigen Beleuchtung.
Die Verschaltung ist folgendermassen aufgebaut: an der bisherigen Lampe wird ein Dreifach-Verteiler angeschlossen. An diesem Verteiler werden zwei der LED-Lichter angeschlossen. Am dritten Anschluß kommt eine Verlängerung, die für die rechte Seite für Strom sorgt. An der rechten Seite wird auch eine Dreier-Verteilung gebaut, an der die zwei anderen LED-Lichter und die Verlängerung angeschlossen werden.
Verteiler links
Stecker konfigurieren
Der Verteiler ist aufgebaut aus einer Lochrasterplatine mit zwei Dreier-Pfosten. Natürlich hätte man alle Teile auch verlöten können. Auch mit Lüsterklemmen hätte man es realisieren können. So ist es aber einfach, die einzelnen Teile einzubauen. Die Verteiler müssen abschließend isoliert werden, damit sie nicht mit der Fahrzeugkarosserie in Berührung kommen können.
 
Die Polarisation ist wichtig. Deswegen habe ich den Pluspol an der Original-Kofferraum-Beleuchtung gekennzeichnet. Die Kabel der 3-er Verteilung an der Lampe anzulöten ist recht schwierig. Einfacher ist es, die Drähte um die Kontakte im unteren Bereich zu wickeln. Unbedingt darauf achten, das dabei kein Kurzschluss entsteht.
Um an die Lampe zu kommen, genügt es, die Schraube am grauen Kunststoff zu entfernen. Damit kann man das obere Teil, in dem die Lampe geklemmt ist ohne Probleme heraus drücken. Dann einfach den Stecker entfernen.
Um den unteren schwarzen Teil vom oberen hellen Kunststoff zu trennen, müssen drei Verbinder entfernt werden. Um die Verbinder zu öffnen, wird der mittlere Teil herausgezogen. Nach dieser Entriegelung kann der Verbinder entfernt werden.

Lampe mit Verteiler
LED Lampen vor der Befestigung









eingebaute Lampen
Auf dem dritten Anschluß wird noch eine Verlängerungsleitung gesteckt, damit auch an der rechten Seite zwei LED-Lichter angeschlossen werden können. Dazu wird eine 2-polige Leitung von etwa 2.80m bis 2.90m benötigt. Diese wird dann im Heckbereich verlegt.

verlegt im hinteren Bereich
2.90m Verlängerung













Für die Verteilung auf der rechten Seite wird noch ein 3-er Verteiler benötigt. Hier kommt die Verlängerung an und wird an die beiden letzten LED-Lichter verteilt.

Verteiler rechts

Verteilung, Verlängerung und LED-Lichter für die rechte Seite


Unbedingt die Verteiler isolieren, damit der Pluspol nicht an die Karosserie kommt.
Vorsicht! Umbauten am Fahrzeug können dazu führen, das dem Fahrzeug die Allgemeine Betriebserlaubnis aberkannt wird und vom KBA zwangsweise stillgelegt wird!
 

Samstag, 8. April 2017

Auswärts grillen


April, April....

zum 31. Mal fand am 08. April das niedersächsische Treffen der Elektromobilisten in Sehnde im Kaffeehaus stand.



Der Andrang war etwas geringer als bei den letzten beiden Treffen. Wahrscheinlich war das Wetter zu gut und man blieb eher zu Hause bzw. im Garten.
Trotzdem war das Café gut gefüllt und es gab jede Menge anregende Gespräche.




Etwas Buchhaltung:

dibu            - 2 -  56km - Zoe
strexx          - 1 -  14km - Twizy
kurzschluß      - 1 -  14km - Twizy
susi sorglos    - 1 -  14km - Twizy
rolandk         - 1 - 140km - model S85
E-Auto2014      - 2 - 268km - e-Golf
sewi            - 4 -  34km - eNV 200
tesfly          - 1 - 150km - model S
Stefansarzio    - 2 -  34km - model S
beatbuzzer      - 1 -  58km - model S85
most            - 1 -  12km - Zoe
punkt.          - 1 -  10km - Zoe
Buzzer          - 1 -  35km - Leaf
Draht           - 1 -   4km - e-bike
v_nico_v        - 1 - 222km - model S90
DreamCatcher    - 2 -  22km - Zoe
Digitaldrucker  - 1 -  80km - kia Soul EV
-               - 1 -  36km - Zoe 40
EAP             - 2 -  10km - Tesla S85
Kirke           - 2 -  20km - Tesla Roadster
Dadycool        - 1 -  98km - Zoe
ev4all          - 1 -  80km - Bramse
kappazität      - 1 -  50km - A3 Diesel
                 32  




Da Spark-ED es sich (aus verständlichen Gründen) ausgerechnet am Hochzeitstag nicht mit seiner Ollen 'besseren Hälfte' verscherzen wollte haben wir das Grillevent diesmal nach Gleidingen zu Susi Sorglos verlegt.



Das nächste Treffen findet ausnahmsweise erst am 20.05. statt.

Freitag, 7. April 2017

Wunschkonzert mit der Metropolregion


..., denn die sucht nach Stellen für neue Ladepunkte. Und außerdem wird festgestellt, das nicht etwa die Elektrofahrzeuge zu teuer wären, zu wenig Reichweite hätten oder zu wenig Ladepunkte den Kauf von E-Fahrzeugen behindern.

Doch dazu später. Für den 7. April um 18:00 (einem Freitag) wurde von der metropolregion eingeladen in die Glockseestraße 33. Das ist auf dem Betriebsgelände von enercity, dem hannöverschen Energievertreiber.

Unter dem Motto "electric car drivers only" wurde zum Meeting eingeladen. Dafür, das hier die Befindlichkeiten der reinen E-Fahrer diskutiert werden sollten, waren doch recht viele "Nicht-E-Fahrer" dabei. Und seltsamerweise auch sehr viele institutionellen Leute, die eben nicht nur einfach E-Fahrer sind.

Wir sind gegen 17:30 angekommen, sind einfach so aufs Gelände gefahren (der Pförtner hat uns wahrscheinlich nicht gehört) und haben uns den erstbesten Stromanschluß geschnappt um zu laden. Viele bekannte Gesichter waren schon vor Ort.

Ursprünglich wollte ich mit der Zoe hin fahren, weil ich auch der Meinung war, es wären genügend Tesla anwesend. Aber Carsten sollte recht behalten. Bis zum Beginn des Meetings war ich mit dem einzigen Tesla da. Und ich wunderte mich auch über die positive Resonanz.... Seltsam für ein E-Fahrer-Treffen. Normalerweise kennt der Großteil der Szene diesen Fahrzeugtyp.

So gesehen, war die Entscheidung für den Tesla richtig. Vom Ladeanschluß ging es dann erst mal zum Pförtner der mich jetzt doch recht eindringlich herwinkte und letztendlich wissen wollte, um wen es sich wohl bei mir und Carsten handelt. Nachdem er unsere Namen auf der Liste gefunden hatte, war er zufrieden und verwies mich noch darauf, das ich für das Laden unbedingt noch mit einer verantwortlichen Person reden sollte, ich könne mich ja nicht einfach so da anschliessen....  Mmmh, seltsam, konnte ich doch.

Von den 65 angemeldeten Teilnehmern waren fast alle gekommen. Raimund Nowak und Sabine Flores von der Metropolregion hatten recht kurzfristig eingeladen. Zuerst wurde ein Gruppenfoto gemacht und dann ging es auch schon ins Meeting. enercity hat sich nicht lumpen lassen und stellte jede Menge Kaffee, Kekse und Süßkram zur Verfügung.



Zu Anfang gab es eine Vorstellungsrunde, damit jeder erfuhr mit wem er es zu tun hatte. Dann wurde kurz vorgestellt um was es gehen sollte. Einerseits wurde die Ist-Lage von Fahrzeugen und Ladepunkten angerissen, andererseits gab es eine Wunschlist-E.

Dazu wurde zuerst einmal eine E-Mail eines E-Fahrers aus Hamburg verlesen, der gerne gekommen wäre, dies wegen der "miesen" Ladeinfrastruktur zwischen Hamburg und Hannover aber nicht mache könne. Ist denn die Ladeinfrastruktur wirklich so schlecht, oder hat der Mann einfach nur das falsche Fahrzeug. Wäre er mit einem Kangoo unterwegs, hätte er gar keine Chance.

Und so kam natürlich auch die Forderung nach Fahrzeugen, die 22kW (bzw. mind. 11kW) laden können müßten. Mit einer 22kW-Ladetechnik im Fahrzeug hätte er überhaupt keine Probleme gehabt. Aber grundsätzlich ist natürlich auch auffällig, das es hier noch viel Platz für Triple-Lader gibt.

Dabei wundert es mich, das so etwas diskutiert werden muß. In Höhe Walsrode gehört so etwas hin (damit erreichbar für Fahrer auf der A27 und der A7) und dann evtl. noch zwischen Hamburg und Walsrode. Und außerdem gehört etwas zwischen A2/A7. Und dann eben nicht nur ein Ladepunkt, sondern mehrere. Auch zwischen Hannover und Göttingen würde etwas Ladeinfrastruktur nicht stören und sicher gibt es auch noch Punkte entlang der A2 zwischen Dortmund und Hannover und natürlich auch in Höhe Braunschweig.
Und warum sollte man Tankstellenbetreibern (z.B. Tank und Rast) das überlassen, wenn die das sowieso nicht unterstützen? Es gibt an den Autobahnen auch andere Möglichkeiten. Unter anderem Autohöfe.

Interessanterweise gab es in der Runde tatsächlich Leute, die unbedingt an Tankstellen Ladepunkte unterbringen wollen. Da steckt noch unheimlich viel Benzin im Kreislauf. Wir brauchen diese Einrichtung nicht mehr.

Autohäuser wären z.B. eher gefragt, denn die verkaufen die Fahrzeuge und die haben in der Regel auch genügend Strom. Wenn sie Ihre 1kW Lichstrahler gegen LED tauschen würden. Und die Autohersteller sollten auch ein Interesse daran haben.
Naja, haben sie aber nicht, wie wir wissen. Das ganze liesse sich relativ einfach realisieren und man müßte dabei nicht zwangsläufig auf die öffentliche Hand zurück greifen.

Probleme gibt es nur leider dabei, das manche Autohäuser es eben nicht kapieren, das man mit einem BMW auch schon mal bei VW (und umgekehrt !!!) laden können sollte und muß. Aber statt sich gemeinsam gegen den eigenen Untergang zu stemmen, ignoriert man die Fakten (z.B. Verkäufe der Oberklassenfahrzeuge... Mercdes S-Klasse ist nur noch auf Platz 2, nach Tesla!).



So hat man also über den frühen Abend darauf hingewiesen, das man gerne wissen möchte, wo Ladepunkte in der Region wünschenswert wäre. Also ein Wunschkonzert.

Warum man noch fragte, wer von den Teilnehmern elektrisch fährt ...  wie war doch gleich das Thema des Meetings? ... um dann eine Ausfahrt zu machen, erschloss sich mir jetzt nicht, andererseits waren eben längst nicht alle Teilnehmer E-Fahrer. Und wenn die sich dann zu einer Sache äußern, wird so eine Veranstaltung schon etwas, ich sage mal, seltsam....

Leider war die Gesprächsführung auch nicht besonders stringend. Viele Leute haben immer wieder eigene Unterhaltungen gestartet.


Dann ging es noch mal in die City von Hannover mit einem Rundkurs um die Oper. Und auch das war nicht so 100%ig gut organisiert, weil leider jede Menge Fahrzeuge nicht bis zum Start gewartet haben und dann einach an der Oper standen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal, wenn dann wirklich nur E-Fahrer dabei sind.

Ach ja, und der Grund warum so wenige E-Fahrzeuge verkauft werden bin ich noch schuldig: es gibt zu wenige. Wer jetzt bestellt muß ewig warten. Also einfach in den Laden und mitnehmen ist nicht möglich.

Gegen 20:30 ging es dann langsam zurück nach Hause.

Donnerstag, 30. März 2017

Happy Birthday

Der Morgen verhieß wettermäßig nichts Gutes. Aber sowas kann man ja ändern. Und so dachte sich unser Bürgermeister (also der von Dötlingen), ändere ich das mal.

Beneidenswert. Das lag aber wohl eher daran das er just am 30.01. Geburtstag hatte. Und statt mit der Familie den Tag bei Kaffee und Kuchen und meist viel zu ungesundem Zeug zu verbringen, nutzte er die Zeit an frischer Luft, um eine neue Ladestelle einzuweihen.

Es ist mittlerweile mindestens die vierte in der Gemeinde. Station 1 und 2 befinden sich an der Autobahn an den Autobahnraststätten und werden in Zusammenarbeit mit RWE von Tank & Rast betrieben.

Es handelt sich dabei um Triplelader mit Type2 (22kW), CHAdeMO und CCS-Anschluß.

Ladestation 3 ist meine mit Typ2 und max. 30kW (also ca. 45A) in Aschenstedt und nun ist die vierte Station mit 2 Ladepunkten mit jeweils 32A (22kW) an Typ2 aktiv.

Neben dem Bürgermeister Ralf Spille (hier ganz links im Bild) waren außerdem vor Ort von EWE-Netz Andreas Wennmann, Manuela Schöne vom Landkreis Oldenburg (Klimaschutz), Lars Gremlowski (Gemeinde Dötlingen - Klimaschutzmanager), Tönjes Itgen (EWE-Vertrieb), sowie zwei Pressevertreterinnen von NWZ und Wildeshauser Zeitung (Tanja Schneider).

Der Landkreis Oldenburg initiierte seit einem Jahr die Aktion, das jede Gemeinde als Betreiber eine Ladestation zur Verfügung stellt. Glücklicherweise auch in der Weise, das es eben keine Bürgermeistersäulen werden, sondern an Punkten, an denen tatsächlich auch Publikum die Anschlüsse nutzen werden. Angenehm ist auch die Tatsache, das die Gemeinde Karten zum Laden zur Verfügung stellt, damit auch Fahrer ohne EWE-Account laden können.

Hier bekommt man sie am gegenüber liegenden Hotel.

Nun sagt EWE zwar, das man ja auch per SMS laden kann. Nur hat sich das bei der Einweihung schon als problematisch heraus gestellt. So löblich diese Vorgehehensweise auch ist, so hatte sie hier prompt einen.... nein, zwei Haken. Denn das Vodafone-Netz (das auch die EWE nutzt) hat hier kaum Pegel (wenn überhaupt). Der alternative Test von Carsten mit O2/e-plus hat zwar eine Verbindung aufgebaut, dummerweise wollte da aber der EWE-Server, der die Meldung annimmt, nicht. Die Meldung wurde entgegegen genommen (d.h. sie ist angekommen), wurde dann nicht weiter verarbeitet. Vermutlich ist die Säule auch am EWE-Netz mobil (also Vodafone) angebunden und war dadurch nicht erreichbar.

Mir wurde im Vorfeld gesagt, ich solle nicht in der Nähe der Säule parken, weil auf dem Bild natürlich ein Fahrzeug von EWE zu sehen sein soll.

Na gut, mit sowas kann ich leben. Also stelle ich mich ausser der Reichweite. Herr Itgen sollte dann mit einem E-Fahrzeug kommen. 

Er traf dann auch mit einem Nissan-Leaf ein. Dummerweise aber nicht mit dem passenden Typ2-Typ1 Kabel, das hier benötigt wurde. Da hätte die Säule vielleicht doch zusätzlich noch einen Schukoanschluß haben sollen. Dann hätte man wenigstens den Ladeziegel nutzen können. Gut, die Ladung hätte dann nur unwesentlich länger gedauert (also nur 8 Stunden, statt 3 Stunden bei einem 20 kWh-Akku). Aber  glücklicherweise war es auch nicht nötig, den Wagen zu laden, weil er nur bis Delmenhorst zurück musste, und dafür reichte es locker.

Aber für ein Pressefoto sollte es schon so aussehen, das man auch einen Stecker in die Ladesäule steckt. 

Mein Typ2-Kabel stand also bereit. Und Herr Itgen fand es auch besser, wenn ich direkt mit meinem Fahrzeug an die Ladesäule fahren würde. Und siehe da, mit der EWE-Karte, aber auch mit der Karte der swb in Bremen klappte es. Nur eben nicht per SMS.

Und wieder war ein Nachmittag gerettet, eine neue Ladesäule hat die Einweihung überstanden und der Bürgermeister konnte ungestört Geburtstag feiern.

Alles Gute zum Geburtstag.


Bericht in der Nordwestzeitung

NWZ vom 31.03.2017