Sonntag, 27. August 2017

Bye Bye Transrapid, oder.....

... zum bumsen nach Holland.

Hört sich schlimmer an, als es ist. Erklärung folgt später....

Ansgar und Michael haben zum 3. Emsland-Treffen eingeladen. Mal wieder ging es zum Transrapid nach Lathen. Der Termin war so gewählt, das man den Zug zum letzten Mal hier auf dem Gleis sehen konnte. Denn in der folgenden Woche ging es los mit dem Abbau des Zuges.

Knapp 20 Personen mit 13 Fahrzeugen waren in Lathen vor Ort. Unter anderem waren ein iMiev, mehrere Model S, ein Model X und ein Roadster von Tesla vor Ort, Gausi war mit seinem Saxo da, zwei E-Golfs (einer aus Essen), Nordlicht mit einer Zoe Q210 aus Zentral-Schleswig-Holstein (der 210er ist halt schneller als ein 90er, lädt aber auch besser als der 300er eGolf an CCS, wie bei der Rückfahrt in Brinkum festgestellt werden konnte). Dann war noch i3 da und ein Nissan Leaf.

In Lathen konnte man schon gut feststellen, wie einer Zukunftstechnologie das Grab geschaufelt wird. Natürlich kann man mit einem "normalen" Zug mehr Geld verdienen. Denn dort sind ständige Wartungen in bestimmten Intervallen unabhängig von der Notwendigkeit etwas machen zu müssen Pflicht (= Kosten bzw. Gewinn für Zulieferer). Im Gegensatz dazu fährt der Transrapid, bis auch das zweite System ausfällt. Aber das passiert normalerweise nicht, weil bereits vorher das Hauptsystem ausgetauscht wurde.
Und so kann  man am Rande der Werkstatt sehen, wie die Kabelreste aus den Fahrwegen sich aufhäufen.

Ich glaube, ich muß mir davon noch ein Stück als Souvenir besorgen....



Mittlerweile wird in der Transrapid-Werkstatt die Technologie genutzt um per Induktionsladung E-Fahrzeuge zu laden. Und das nicht nur im Stand, sondern auch während der Fahrt. Ansgar hat uns das ganz eindrucksvoll gezeigt. Mit 60kW und einer Effizienz von über 90%.

Das als Nachrüstpack fürs Fahrzeug hätte schon was.


Beim Transrapid wurde schon die ganze Technik ausgebaut, damit der versteigerte Zug zukünftig als Ausstellungs- und Eventcenter genutzt werden kann. Gleich in der Nähe bei der Firma Kemper.














Nachdem nach den Ausführungen von Ansgar nun langsam auch der Zoe, der Roadster und der Leaf wieder genügend Energie im Akku hatten ging es weiter in "het Nederland".


Knapp 30 km von Lathen entfernt liegt die Festung Bourtange. Dort ist das Ziel. Mehr oder weniger im Konvoi ging es dort hin.





Bis etwa 1960 hat sich aus der ehemaligen Festung ein Ackerbauerndorf entwickelt. Dann wurde das Dorf praktisch aufgegeben. Zwischen 1964 und 1973 wurde daraufhin die Festung wiederhergestellt in der Hoffnung, das es ein Touristenmagnet würde. Und das hat sich tatsächlich bewahrheitet.





Jeden Sonntag um 15:00 Uhr gibt es keine kurze Demonstration über die Wehrhaftigkeit der Festung. Und da hat es ganz schön gebumst....











Anschließend hat Michael eine Führung durch die Festung für uns organisiert. Da gab es dann zu Anfang einen Film über die Geschichte von Bourtange. Und dann ging's quer über das Gelände mit allerlei Erklärungen.

Unangenehm aufgefallen sind eigentlich nur die Verbrennerautofahrer, die zwar hinten Ihre Fahrräder auf der Hängerkupplung hatten, denen der Weg vom zentralen Parkplatz in die Festung aber anscheinend zu Fuß zu weit war und deswegen mit teilweise laufenden Motor in der Festung parkten.
Und dann waren da noch die wirklich lärmenden Motorradfahrer, auf die man auch gerne verzichtet hätte.




Davon abgesehen war es aber eine tolle Athmosphäre die Lust auf mehr macht. Übrigens, in der Festung kann man auch übernachten.

Zum Abschluß gab es dann noch ein gemütliches Essen in der Festung.





























Zum Abschluß noch ein paar Bilder vom Transrapid und den Teilnehmern.






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